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Gedanken

Irgendetwas schreiben..

Schon seit längerem sagt Kevin zu mir ich solle einen Blog machen, über etwas schreiben.

Aber was soll ich denn schreiben?

Nun ja jetzt mit der neuen Lebenssituation gibt es schon Dinge die ich berichten kann.
Was da alles kommt und passiert, ist sicher spannend. Also sicher für mich. Vielleicht ist es ja auch wie ein öffentliches Tagebuch?
Wie öffentlich das ganze jedoch sein soll, bin ich noch am herausfinden.
Was ist professionell, und will ich überhaupt professionell sein oder einfach ich.
Wie transparent? wie direkt?
Da sind so viele Gedanken in meinem Kopf.

Seit ich diesen Blog habe, denke ich manchmal an einen Schulaufsatz von meinem Bruder.
Er hatte ein kleines, blaues Schulheft in der Küche liegen lassen und weil ich immer schon sehr neugierig war habe ich dieses geöffnet.
Es waren kurze Aufsätze, die schön zu lesen waren.
Einer ist mir seit heute in Erinnerung geblieben:
Er musste über irgend etwas schreiben..
Er stellte sich Fragen über was er denn alles schreiben könne und das ihm spontan nichts einfiele. Auch dass es keine Vorlage oder Thema gab, hatte er beschrieben.
Und am Ende der Seite stellte er plötzlich fest, dass er doch schon sehr viel geschrieben hatte…

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Natur Wein

Traubenlese

Während dem Lockdown und meiner Kurzarbeits Zeit kam der „Helfer-Aufruf“ von Stephan Herter bei den Laubarbeiten in den Reben zu helfen.

Ich habe mich gemeldet und konnte daraufhin auf dem Taggenberg beim Auslauben helfen. Es waren schöne Tage und eine gute Ablenkung in dieser Zeit.

Es war das erste mal, dass ich bei solchen Arbeiten mithelfen konnte und auch das erste mal, dass ich Trauben Blüten gesehen habe.

Während dem Auslauben, hatte ich Zeit mir Gedanken über meine Zukunft zu machen.
Was würde mich in den nächsten 30 Jahren noch interessieren was könnte ich noch lernen, wo geht der Weg hin?

Da ist mir aufgefallen, dass ich seit der Lehre in der Gastronomie schon immer mal Wein ernten wollte.
Ich hatte es bis jetzt nie gemacht!
Warum sagt man immer was man alles noch gerne machen würde und es dann doch nicht tut. Dieser Gedanke war sehr gross und irgendwie war der Zeitpunkt da diesen Schritt zu wagen.

Ich will bei der Ernte dabei sein.

Stephan Herter beginnt bald mit der Ernte doch ich hatte schon die Möglichkeit bei Markus Simmler für das Adam+Uva und bei
Coni Hiltebrand zu helfen.
Die Ernte für Traubenschorle beginnt früher.
Während dem Trauben lesen hatte ich spannend Gespräche mit routinierten Helfern und auch alles was ich über die Ernte und die Trauben erfahren durfte ist faszinierend.
Bis jetzt ist die Zeit in den Reben etwas unvergesslich schönes.
Es hat Spass gemacht.

Danke Coni und Markus für alles.

Ich bin gespannt auf die Weinproduktion bei Herterweine.

Blauburgunder bei Markus Simmler
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Barista Gastronomie

La Cantina Buchberg

Seit 2017 kenne ich Lotti und Tito Miscia und die Crew von La Cantina in Buchberg.

Alles begann mit einem Sonntagausflug und dem Ziel ein Gelatito-Glace zu essen.
Es wurde eine spontane LatteArt Schulung daraus und geblieben ist, dass ich ab und zu weitere Schulungen oder kleine Serviecübungen mit den Jugendlichen machen kann.

Lotti und Tito Miscia haben diese kleine Oase schon über 20 Jahre und geben Jugendlichen einen geschützten integrierten Arbeitsplatz und die Möglichkeit zu einer Ausbildung als Restaurationsfachfrau/mann oder Koch gapa-buchberg.ch .

2019 durfte ich bei der Prüfungsvorbereitung von einem Lernenden mithelfen. Wir machten dafür zwei praktische Prüfungsessen, die ich begleiten durfte.

Auch Kaffee wird wieder ein Thema sein, doch leider konnten wir während dem Lockdown die geplanten Kaffeeschulungen nicht durchführen.

Gestern habe ich den ganzen Tag im Betrieb mitgeholfen. Es war schön und doch merke ich, dass ich etwas eingerostet bin. Die ganzen Abläufe und das Einhalten der Service-Regeln waren nicht immer perfekt.

Ich mache diese Arbeiten immer noch sehr gerne, sicher nie wieder als Vollzeitberuf, aber es macht immer noch Spass in der Gastronomie zu arbeiten.

Danke für so vieles

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Ecuador Finca Maputo

Heimweh

Seit sechs Jahren gehe ich jeden Sommer auf die Finca Maputo.
Ich habe dort keine grossen Ferienpläne. Natürlich die Hoffnung, dass wir mit den Grosskinder in den Pool bei der Hosteria schwimmen gehen, ich die Möglichkeit habe im Artessanalmarkt in Quito einen neuen Schal kaufe und es sicher einmal Raclette mit der ganzen Familie gibt.

Wenn ich am morgen aufstehe (7:00 ist sehr früh für mich) sind schon alle wach und am werken.
Ich mache dann Kaffee für alle und geniesse den Sonnenaufgang.
Nach dem Frühstück helfe ich im Secadero beim Haus oder spaziere in die Hakuna Matata Finca um dort im Secadero zu helfen.

Manchmal gehen wir ins Dorf la Perla und kaufen ein Eis oder wir gehen zu Maputo 1 (auch eine Finca von Verena und Henrry) um Mandarinen zu pflücken.
Jedes Jahr hoffe ich, dass es in den Wochen in denen ich dort bin reife Bananen gibt und freue mich auf jede Papaya die wir ernten, bevor die Vögel sie gegessen haben.

Es sind kleine Dinge, die mir fehlen.

Meine Ferien in der Schweiz waren schön. Ich habe vieles erlebt und schöne Stunden mit lieben Menschen gehabt.
Doch als ich letzte Woche Bananen auf einem Küchentresen sah,
hatte ich Heimweh.

Einkaufszentrum in Quito, verschiedene Sorten Bananen Verde und Maduros
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Finca Maputo Kaffee

Kaffee pflücken

Das Pflücken von Kaffee finde ich etwas vom schwierigsten. Natürlich sind alle Arbeiten nicht zu unterschätzen, aber beim Pflücken ist es wichtig, nur die reifen Kaffeekirschen zu pflücken und dies noch in einem schnellen Tempo.

2014 war ich immer die langsamste und habe die Pflückerinnen eher behindert als ihnen geholfen.

Die Kirschen wachsen über den Zweig verteilt, sind aber zu unterschiedlichen Zeiten reif. Es ist wichtig, nur die optimal reifen Kirschen zu pflücken.
Die Pflückerinnen haben das Auge und auch das Fingerspitzengefühl. Es ist eine Kunst und es ist beeindruckend ihnen zuzusehen.

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Finca Maputo Kaffee

Kaffee Pulpen.

Nach dem Pflücken der Kaffeekirschen muss die Haut (Pulpa) von den Samen (also der Kaffeebohnen) getrennt werden. Es gibt dafür verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Methode die «semi washed» oder auch «Honey processing» genannt wird.

Als ich 2009 angefangen habe, mich für Kaffee zu begeistern, waren all diese Prozesse für mich sehr schwer zu verstehen. Ich habe viel darüber gelesen, doch erst der Besuch in Ecuador und das Zuschauen haben mich gelehrt wie komplex das Ganze ist.

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Finca Maputo Kaffee

Wie Kaffee gemacht wird

Vor zwei Jahren kam Kevin Rechsteiner mit mir nach Ecuador , um für seinen Blog Videos zu machen.
Diese Videos schaue ich mir gerne an, jetzt wo ich nicht dort sein kann um so mehr.

Auch die Grosskinder von Henrry sind jedes Jahr in dieser Zeit auf der Finca.
Die Schulen in Quito haben ca. 2 Monate Sommerferien, (Ich weis nicht genau wie lange, jedenfalls lange 🙂 ) und die Kinder sind ein paar Wochen zu Besuch.

Ich mag diese Zeit sehr. Immer zusammen am grossen Tisch essen und danach Brändidog oder UNO spielen.

Also das erste Video.. Viel Spass!

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Barista Cocktails

Cocktails kreieren.

Schon während meiner Ausbildung zur Gastronomiefachassistentin war mir die Getränkekunde am liebsten. Wie aus Früchten, Getreide oder Kräuter die Spirituosen entstehen interessierte mich schon damals sehr.

Dies half mir auch bei den Vorbereitungen für die Meisterschaften 2009-2011 in Coffee in good Spirits. Die Zeit der Vorbereitung und des Tüftelns war mir auch immer lieber, als danach auf der Bühne zu stehen.

Die Vorstellung eine Spirituose mit einer Ingredienz zu mischen und danach zu schauen ob es schmeckt faszinieren mich.
Im Kopf passiert da sehr viel und wenn das Ergebnis danach gut ist, ist die Freude umso grösser.

Meine letzte Zusammenarbeit entstand mit Ingwerer. Es war sehr spannend und der Tag mit ihnen hat Spass gemacht.

In meinen Ferien durfte ich die Brennerei Erismann kennenlernen.
Herr Erismann ist eine sehr spannende Persönlichkeit und es ist interessant ihm zuzuhören.
Er bringt ein neues Getränk auf den Markt: Hard Seltzer.
Ein alkoholisiertes Mineralwasser mit leichtem Zitronengeschmack.
Ich habe ihn gefragt, ob ich nicht einige Drinks für ihn kreieren könnte und er hat «Ja» gesagt.

Am Samstag waren wir dann in Embrach bei Casa de Tequilla einkaufen… Spirituosen natürlich und einige Bitters.

Die nächsten Tage werde ich meinem Kopf viel Raum für neue Ideen geben und die Resultate werde ich euch sicher noch mitteilen.

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Finca Maputo

Hilfsch?

Dieses Jahr bin ich nicht in Ecuador. Das hat mich einerseits sehr traurig gemacht, andererseits auch gestresst, nicht helfen zu können. Ich bin gerne dort, wegen den Menschen und Tieren und auch wegen dem Entspannen. Für alle Kaffee machen und ab und zu im Secadero Kaffee sortieren ist super schön. Das sind für mich Ferien.
Doch waren die vier Wochen in der Schweiz auch schön. Sicher werde ich noch von diesen Erlebnissen berichten ????

Dieser Ausschnitt eines Videos und weitere sind von Kevin Rechsteiner

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Barista Finca Maputo Kaffee

Videos Finca Maputo

Es  gibt mittlerweile einige Videos über Finca Maputo und alle sind sehr schön.
Doch das eine ist für mich etwas spezieller:

Die Finca hat immer wieder Besuch von Baristas oder Touristen, welche einen Rundgang machen wollen.
2016 waren es zwei Barista von Nossa Familia Coffee aus Portland.
Sie hatten eine Fotokamera dabei. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass man mit diesen auch Filme machen kann. 🙂
Während dem Rundgang hat Henrry viel erklärt. Es ist immer schön wenn er über Kaffee spricht.

Zurück in der Schweiz und wieder im Alltagstrott, hat mir Vere das Video geschickt.
Ich musste weinen vor Freude und hatte auch wieder etwas Heimweh.
Die Aufnahmen zeigen Orte wo ich mich wohl fühle.

Natürlich sehe ich mir jedes Video über Finca Maputo sehr gerne und immer wieder an, doch dieses wohl am Meisten.

Wenn ihr auf das Video klickt könnt ihr auch noch die Beschrieb über Finca Maputo lesen!